Stockcar ist ein Motorsport der besonderen Klasse. Die Wurzeln des Stock-Car-Sports liegen – unglaublich, aber wahr – im Alkoholschmuggel!
In den USA der 30er Jahre benutzten Alkoholschmuggler frisierte Serienfahrzeuge, um mit ihrer kostbaren Fracht den amerikanischen Gesetzeshütern zu entkommen. In den
Jahren nach der Rezession fuhr die amerikanische Jugend aus Langeweile nächtliche Rennen gegeneinander, um herauszufinden, wer das stärkste und schnellste Auto hatte. Daraus entwickelte sich
schnell eine Rennszene, die nichts mehr mit Alkoholschmuggel zu tun hatte, sondern bei der es nur noch um Nervenkitzel und Spaß ging.
Heute sind Stock-Car-Rennen nicht gleich Stock-Car-Rennen. Jedes Land hat seine eigenen Rennen und seine eigenen Regeln. Das Grundprinzip ist aber auf der ganzen
Welt identisch:
„Jedem Fahrer ist es erlaubt, all seine Kraft und Überlegenheit einzusetzen, um den anderen Rennteilnehmer in den Wagen zu fahren, um seine eigene Achse zu drehen, aufs Dach zu legen oder von der Fahrbahn zu stoßen. Nur das direkte und gewollte Treffen der Fahrertüre und das Auffahren auf ein stehendes Fahrzeug sind verboten.“
Um dieses Reglement und die Bestimmungen einzuhalten und zu überwachen, gibt es weltweit nationale Stock-Car-Verbände. In Bayern gibt es den BSCV (Bayerischer
Stock-Car-Verband).
Insgesamt werden mehrere Wertungsläufe ausgetragen, in denen sich nur die besten Fahrer und Mannschaften für den Endlauf qualifizieren. Die Besten der Besten
ermitteln in diesem alles entscheidenden Endlauf, wer den Pokal des Bayerischen Meisters und den Pokal des Deutschen Meisters der jeweiligen Klasse mit nach Hause nehmen darf.